Konzentration bei der Arbeit: Aufgaben erledigen im Handumdrehen

Frau sitzt konzentriert bei der Arbeit am Tisch, hat die Augen geschlossen und sammelt Gedanken

Acht Stunden lang bei der Arbeit einen kühlen Kopf zu bewahren und dabei voll konzentriert zu sein ist nicht leicht – das wissen die meisten aus eigener Erfahrung. Wenn die Gedanken abschweifen und der Fokus nachlässt, fällt es uns schwer, mit voller Konzentration unserer Arbeit nachzugehen. Außerdem lauern auch immer wieder Ablenkungsfallen, Störfaktoren und Motivationstiefs auf uns, die unsere Konzentration bei der Arbeit herausfordern. Dabei ist die Konzentrationsfähigkeit im beruflichen Kontext meist besonders gefragt. Sie sorgt für Produktivität und gute Ergebnisse.

Was deine Konzentrationsfähigkeit besonders beeinflusst, welche Konzentrationsfallen bei der Arbeit lauern und wie du deine Konzentration bei der Arbeit steigern und somit bessere Ergebnisse erzielen kannst – all das erfährst du in diesem Artikel.

  1. Konzentration: Was ist das überhaupt?
  2. Was beeinflusst die Konzentrationsfähigkeit?
  3. Konzentration bei der Arbeit: Büro hält Ablenkungsfallen bereit
  4. Konzentrationsfähigkeit langfristig steigern
  5. Notfallmaßnahmen für mehr Konzentration bei der Arbeit
 

Konzentration: Was ist das überhaupt?

Wir haben in unserem Artikel zur Steigerung der Konzentration bei Erwachsenen bereits über Konzentration gesprochen, nun wollen wir aber einmal genauer auf den Ursprung des Wortes eingehen. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet in etwa “gemeinsam ins Zentrum“. (1) Das beschreibt sehr schön, was Konzentration eigentlich ist: die Fähigkeit, unsere Aufmerksamkeit auf das Wesentliche – eine bestimmte Aufgabe, ein Ziel, eine Person oder eine Tätigkeit – zu fokussieren.

Bei der Definition fällt auf, dass zwei weitere wichtige Aspekte für unsere Konzentration bei der Arbeit eine Rolle spielen: Aufmerksamkeit und Fokus.

Fokus bedeutet, dass wir uns für eine gewisse Zeit ausschließlich auf die momentan ausgeführte Tätigkeit oder Sache konzentrieren. Du kannst dir den Fokus wie den Strahl einer Taschenlampe vorstellen. Beleuchtet wird nur das, was für den Moment wichtig ist und wortwörtlich im Fokus steht.

Um den Fokus zu behalten, ist ein gewisses Aufmerksamkeitsniveau erforderlich. Wir müssen also den Strahl unserer Taschenlampe auf das Objekt im Mittelpunkt halten. Das ist einfacher gesagt als getan, denn da ist ständig etwas, das versucht, unsere Aufmerksamkeit auf sich zu lenken – das sind die Aufmerksamkeitsfallen, auf die wir nicht reinfallen dürfen. Nur so können wir unsere Konzentration aufrecht halten.

Sehen wir uns das Ganze einmal praktisch an: Du sitzt im Büro an deinem Schreibtisch und auf deiner To-Do Liste häufen sich die Punkte. Nun liegt es bei dir, zu entscheiden, was im Zentrum deiner Aufmerksamkeit stehen soll. Nehmen wir einmal an, du entscheidest dich für das Verfassen eines Artikels. Der Strahl deiner Taschenlampe sollte nun ausschließlich auf dein Dokument zeigen. Aber jetzt kommt die Krux: Eigentlich könntest du auch schnell im Internet etwas googlen und dann kommt auch noch dein Kollege mit einem Kaffee rein. Hier haben wir also die typischen Ablenkungsfallen. Auf diese wollen wir nun etwas näher eingehen.

 

Was beeinflusst die Konzentrationsfähigkeit?

Unsere Konzentrationsfähigkeit wird Tag für Tag auf die Probe gestellt. Nicht nur äußere Einflüsse auf unsere Sinneswahrnehmung, wie beispielsweise Lärm, sind dafür verantwortlich, wie gut wir über einen längeren Zeitraum bei ein und derselben Sache bleiben können. Auch unser Lebensstil spielt eine wichtige Rolle. Wie wir uns ernähren, wie viel Schlaf wir bekommen oder wie häufig wir uns bewegen hat Einfluss darauf, wie unsere Konzentration bei der Arbeit funktioniert. Mehr dazu erfährst du in unserem großen Guide zum Thema Konzentrationsprobleme.

Darüber hinaus macht es uns unsere meist hektische Arbeitsumgebung nicht gerade leicht, konzentriert zu bleiben, denn Reizüberflutung sorgt dafür, dass unser “Aufmerksamkeitsstrahl” stets auf etwas anderes gezogen wird.

Auch Stress und Ängste beeinflussen unsere Konzentration bei der Arbeit. Sie sorgen dafür, dass wir einzig und allein an eine Sache denken, nämlich die, die uns Kummer bereitet. Konzentration auf das, was wirklich wichtig ist, ist somit überhaupt nicht möglich. Sitzt dir also die Angst vor dem Chef oder dem Versagen bei einer Aufgabe im Nacken, fehlt dir die Power, dich auf das zu konzentrieren, was wirklich essenziell ist.

Wichtig ist außerdem zu beachten, dass unsere Konzentrationsfähigkeit nicht unendlich ist. Auch unser Gehirn braucht mal eine Pause, um seine Batterien wieder aufzuladen. Bekommt es diese Pause nicht, ist es nicht mehr in der Lage, seinen Fokus konzentriert auf eine Sache zu richten. Die Folge: wir werden immer wieder abgelenkt, es schleichen sich Fehler in die Arbeit ein und unsere Motivation schwindet. Deine Mittagspause solltest du somit nicht ausfallen lassen, ganz egal, wie viel Arbeit sich auf deinem Schreibtisch häuft.

Gönnen wir unserem Gehirn die benötigte Pause nicht, hat insbesondere die daraus resultierende Müdigkeit einen direkten Einfluss auf unsere Konzentrationsfähigkeit. Schlaf und Erholungsphasen spielen daher eine entscheidende Rolle für unsere Konzentration bei der Arbeit.

 

Konzentration bei der Arbeit: Büro hält Ablenkungsfallen bereit

Im Büro lauern tagtäglich zahlreiche Ablenkungsfallen auf uns, die es uns schwer machen, unsere Konzentration bei der Arbeit auf die momentan wichtige Tätigkeit zu richten.

Wir alle kennen das Gefühl, wenn eine Deadline näher rückt, aber es uns einfach nicht gelingen will, bei der Sache zu bleiben. “Das muss jetzt einfach klappen”, oder “Ich muss mich einfach zusammenreißen” sind typische Gedanken, die uns in diesem Moment durch den Kopf gehen. Leider lässt sich Konzentration bei der Arbeit nicht erzwingen. Sind wir einmal in die Ablenkungsfalle getappt, ist es schwer, wieder herauszukommen. Daher stellen wir dir hier die typischen Fallen vor, die bei der Arbeit auf dich warten. So kannst du dich vorbereiten und Ablenkungen umgehen.

#1 Gegenstände auf dem Schreibtisch

Ist dein Schreibtisch voll mit persönlichen Gegenständen wie Fotos, Bastelgeschenken der Kinder oder Pflanzen? Klar, wir alle fühlen uns in einer aufgehübschten Umgebung wohler. Während Bilder von schönen Stränden oder bekannte Sprichwörter unsere Motivation zweifelsfrei heben können, so können sie doch ebenso gut ablenken. Denn früher oder später ziehen sie unsere Aufmerksamkeit auf sich. Und sind wir doch mal ehrlich: Wer träumt nicht vom nächsten Sommerurlaub, wenn wir einen Strand mit tiefblauem Meer sehen? Auf dem Schreibtisch gilt daher: Weniger ist mehr. Sorge für eine aufgeräumte Arbeitsumgebung, indem du persönliche Gegenstände minimierst und nur noch das in Reichweite behältst, was du für deine Produktivität benötigst.

#2 Hintergrundgeräusche im Büro

Geräusche sorgen für Ablenkung. Kein Wunder, wo doch unsere Sinnesorgane unsere Konzentration bei der Arbeit ganz besonders beeinflussen. Das Rattern des Kaffeeautomaten, Kaffeetassenklappern, Druckersummen und Stühlerücken sorgen daher immer wieder dafür, dass wir aus unserem Flow gerissen werden und unsere Konzentration bei der Arbeit nachlässt.

#3 Unordnung am Arbeitsplatz

Die Unterlagen stapeln sich, der Bildschirm wird von Post-Its verdeckt und Büroklammern bedecken die Arbeitsplatte. Dieses Chaos behindert deine Arbeit nicht nur physisch, sondern hat auch negative Auswirkungen auf deine Konzentrationsfähigkeit. Sorge daher dafür, dass du zunächst deine Unterlagen etc. ordnest, bevor du mit der Arbeit beginnst. Andernfalls wirst du immer wieder rausgerissen, sobald deine Augen über das Papier schweifen.

#4 Emails und Social Media Benachrichtigungen

Kennst du das? Du bist voll und ganz in eine Aufgabe vertieft und ping – eine Email kommt reingeflattert. Mit deiner Konzentration bei der Arbeit ist es abrupt vorbei, denn dieser kleine, fiese Reiz schafft es in Sekundenschnelle, deine Aufmerksamkeit zu fangen – selbst dann, wenn du die Email gar nicht öffnest. Allein das Geräusch sorgt dafür, dass wir für wenige Sekunden abgelenkt sind und somit unseren Flow unterbrechen.

Ähnlich verhält es sich mit Social Media Benachrichtigungen. Hier ist oftmals nicht einmal ein Geräusch notwendig. Wir sehen unser Handy neben uns aufleuchten und schon hat uns die Neugier gepackt. Jetzt wollen wir ganz genau wissen, wer unser Foto geliked oder seinen Status geupdated hat. Und weg ist die Konzentration.

#5 Die lieben Kollegen

Klar, unsere Kollegen machen unseren Arbeitsalltag definitiv entspannter. Schließlich ist der soziale Aspekt im Büro außerordentlich wichtig für das persönliche Wohlbefinden und somit für die eigene Leistung. Allerdings können sie auch der Auslöser für Konzentrationsprobleme sein. Denn fast immer brauchen sie in den unpassendsten Momenten Rat – nämlich genau dann, wenn wir gerade mitten in der Arbeit stecken, quatschen laut auf dem Flur oder rascheln neben uns mit der Süßigkeitentüte. Somit stellen unsere Kollegen eine große Herausforderung für unsere Konzentration bei der Arbeit dar. Der Trick: Führe Co-Working Deep Work Sessions ein, in denen ihr gemeinsam hochkonzentriert an einer Sache arbeitet. So stellt ihr sicher, dass niemand in unpassenden Momenten gestört wird.

 

Die Konzentrationsfähigkeit langfristig steigern

Auch für die Konzentrationsfähigkeit gilt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Mit ein wenig Übung und ein paar Tricks lässt sie sich ganz einfach steigern. Wir haben dir bereits in unserem Artikel zum Thema Konzentration steigern bei Erwachsenen erklärt, welche Veränderungen sich positiv auf deine Konzentration auswirken und hier stellen wir dir unsere Top 10 Tipps zur Steigerung deiner Konzentration beim Lernen vor. Diese lassen sich ganz einfach auch auf deine Konzentration bei der Arbeit übertragen.

Hier noch einmal unsere Top Tipps zusammengefasst:

  1. Leg’ das Smartphone außer Sichtweite
  2. Habe stets Brainfood wie Nüsse oder Beeren sowie eine volle Wasserflasche zur Seite
  3. Gönn’ dir Pausen – am besten an der frischen Luft
  4. Halte deinen Arbeitsplatz in Ordnung und frei von Deko und Co.
  5. Konzentriere dich immer nur auf eine Sache – Multitasking ist ein Mythos
  6. Sorge für eine ruhige Arbeitsatmosphäre – wenn es sein muss, setze dir Kopfhörer auf
  7. Mache Co-Working Sessions mit deinen Kollegen
  8. Stell’ die Email-Benachrichtigungen aus
  9. Leg’ eine kurze Meditationspause ein, um deine Gedanken zur Ruhe zu bringen
  10. Mach die Musik in intensiven Arbeitsphasen aus – allenfalls klassische Töne sind erlaubt
 

Notfallmaßnahmen für mehr Konzentration bei der Arbeit

Und ganz plötzlich ist es vorbei mit deiner Konzentration? Damit bist du nicht allein! Die Konzentration bei der Arbeit aufrecht zu halten, damit haben immer mehr Deutsche Probleme. Kein Wunder, wo doch die Ablenkung um uns herum ständig mehr wird. Wenn aber die Deadline für das neue Projekt näher und näher rückt, dann muss es mit der Konzentration bei der Arbeit besser früher als später wieder hergestellt sein. Wir stellen dir die besten SOS-Notfallmaßnahmen vor, die dir helfen, Fokus und Konzentration bei der Arbeit zu finden.

#1 Mach’ mal eine Pause

Vielleicht denkst du dir: “Was? Gerade jetzt, wo die Deadline immer näher rückt, soll ich eine Pause machen?!”. Ganz recht. Wirst du von einem engen Zeitplan gestresst, drehen sich all deine Gedanken nur noch um eins: die Deadline. Da gehört der Fokus aber nicht hin. Wir erinnern uns: “Gemeinsam ins Zentrum”, lautet die Devise. Wir müssen es also schaffen, den Leuchter von der Deadline zu nehmen und wieder auf das Wesentliche zu richten. Hier wirkt eine kurze Pause wahre Wunder. Am besten schnappst du dir deine Jacke, gönnst deinen Gehirnzellen etwas Sauerstoff und lässt dich von der Natur inspirieren. Alternativ kann auch eine kurze Meditation helfen, die Gedanken zu ordnen. Eins solltest du allerdings unbedingt vermeiden: Der Griff zum Handy. Social Media und Co. sorgen nur für weitere Reize und Stimuli, die deine Gedanken anregen.

#2 Kaue Kaugummi

Kaugummi kauen sieht zwar nicht gerade elegant aus, kann aber laut Forschungen die Leistungen des Kurz- und Langzeitgedächtnisses um bis zu 35 Prozent verbessern (2). Natürlich gibt es aber auch hier wieder einige Studien, die dagegen sprechen. Ob die Konzentrationsfähigkeit nun verbessert wird oder nicht, können wir also nicht mit absoluter Sicherheit sagen, daher unser Tipp: Einfach ausprobieren. Es gibt durchaus Menschen, die über eine positive Wirkung auf die Konzentration berichten, wenn sie Kaugummi kauen.

#3 Habe Brainfood zur Hand

Wir haben schon in diversen Artikeln über den Zusammenhang zwischen Nährstoffen und deiner Gehirnleistung gesprochen. Omega-3-Fettsäuren etwa sind essenziell für ein gut funktionierendes Gehirn und eine ebenso wichtige Rolle spielen Vitamine, insbesondere die Gruppe der BVitamine.

Nüsse sind voll mit gesunden Omega-3-Fettsäuren, die sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken und deinem Gehirn neue Power geben. Ebenso gehören Bananen und Trockenfrüchte zu den Klassikern unter den Brain-Boostern.

Kaffee, Traubenzucker und Vollmilchschokolade boosten ebenfalls die Konzentration bei der Arbeit – leider aber nur für einen kurzen Moment. Sie können unsere Konzentrationsfähigkeit nicht nachhaltig auf einem hohen Niveau halten und eignen sich daher nicht als Brainfood.

Ein absolutes No-Go sind übrigens üppige Mahlzeiten, die uns schwer im Magen liegen. Unser Körper ist so ausschließlich mit dem Verdauen der Mahlzeit beschäftigt und kann sich nicht mehr auf die Arbeit konzentrieren.

Unsere Empfehlung: Stell’ dir eine Schüssel mit Nüssen und Trockenobst zur Seite, die du nebenbei naschen kannst. Wenn du gerne Süßes magst, ist auch etwas Zartbitterschokolade oder eine süße Banane erlaubt. Von aufputschenden Zuckerfallen solltest du allerdings die Hände lassen.

Wenn du wissen möchtest, was es für weitere Möglichkeiten zur Konzentrationssteigerung bei der Arbeit gibt, lies unseren Artikel über Mittel, die dir helfen können, deine Konzentration zu steigern.

 

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