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Burnout: Symptome, Ursachen und Behandlung im Überblick

Der Begriff Burnout ist den meisten Menschen mittlerweile nicht mehr fremd. Dennoch kennen sich viele nicht aus, was das Burnout-Syndrom tatsächlich ausmacht. Dabei ist es wichtig, zu wissen, durch welche Symptome es sich äußert, wie es zu einer Diagnose kommt, wie eine Behandlung aussehen kann und was man vorbeugend tun kann, damit es gar nicht erst zum Burnout kommt.

Das führt auch dazu, dass das „Ausgebranntsein“ oft erst sehr spät erkannt wird. Damit Dir das nicht passiert, schaffen wir in diesem Artikel einen Überblick und klären Dich umfangreich über diese Aspekte auf. So kannst Du Dich selbst besser vor einem Burnout schützen und Warnzeichen rechtzeitig erkennen, wenn sie bei Dir, bei Freunden oder innerhalb der Familie auftreten.

Übersicht: Burnout

  1. Was ist Burnout?
  2. Ursachen für Burnout
  3. Diagnose
  4. Prävention
  5. Behandlung
  6. Fazit

Den Begriff Burnout prägte US-Psychoanalytiker Herbert Freudenberger in 1970er-Jahren. Er bezeichnete damit die Folgen starker Belastungen und hoher Ideale in helfenden Berufen, wie zum Beispiel im medizinischen Bereich.

Typische Symptome waren schon damals:

  • das Gefühl, ausgebrannt zu sein
  • Erschöpfung
  • Lustlosigkeit
  • Überforderung,
  • Entfremdung von der beruflichen Tätigkeit
  • verringerte Leistungsfähigkeit

Mittlerweile hat sich die Definition des Burnout-Syndroms weiterentwickelt. Die aufgeführten typischen Symptome gehören weiterhin zur Burnout-Symptomatik, wurden jedoch um viele weitere ergänzt. Jedoch schließt der Begrifft nicht mehr nur die Folgen beruflicher Belastung sondern auch der Belastung in anderen Lebensbereichen ein. Auch die Beschränkung auf den „helfenden“ Charakter der Berufsbilder ist aus den typischen Definitionen verschwunden.

Symptome von Burnout

Ein Burnout beeinträchtigt die Betroffenen auf vielen verschiedenen Ebenen des gesamten Lebens. Obwohl die Symptome meist durch eine Überbelastung in einem spezifischen Lebensbereich zustande kommen, betreffen sie das Denken, die Gefühle, den Körper und die sozialen Beziehungen.

Die häufigsten Symptome sind

  • Erschöpfung
  • Energiemangel
  • andauernde Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
  • Entscheidungsunfähigkeit
  • verringerte Initiative und Fantasie
  • Rückzug aus dem sozialen Leben

Oft werden diese von einigen dieser körperlichen Beschwerden begleitet:

  • häufige Erkältungen
  • Muskelverspannungen
  • Atembeschwerden und Engegefühl in der Brust
  • Schwindel
  • Beschwerden des Verdauungstraktes
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Tinnitus
  • sexuelle Schwierigkeiten
  • vermehrtes Schwitzen

Des Weiteren kann ein Burnout Gleichgültigkeit, eine erhöhte Neigung zum Weinen, Schwächegefühle, Ruhelosigkeit, Verlust an Empathie, Zynismus, Bitterkeit, Partnerschafts- und Familienprobleme mit sich bringen.

Warnzeichen

Doch so weit muss es nicht immer kommen. Anhand vieler Warnzeichen kann eine Überbelastung schon früh erkannt werden. Wer entsprechend rechtzeitig das Stresserleben reduziert kann einem klassischen Burnout entrinnen.

Typische Warnzeichen können sein:

  • Gefühle der Unentbehrlichkeit
  • Gefühl, nie ausreichend Zeit zu haben
  • Schuldgefühle
  • Angst und Nervosität
  • Misstrauen plagen
  • fehlende Anerkennung und Wertschätzung
  • Unzufriedenheit mit eigenen Leistungen
  • Änderungen des Essens- oder Kaufverhaltens
  • Rückzug aus dem sozialen Leben
  • vermehrte Konflikte

Auch Hyperaktivität und Ruhelosigkeit, Konzentrationsstörungen und Entscheidungsschwierigkeiten, die man sonst von sich nicht kennt, können Warnzeichen sein.

Wer Warnzeichen bei sich oder anderen erkennt, sollte präventiv handeln und sich gegebenenfalls um Unterstützung kümmern, schon bevor es zum Burnout kommt.

Ein Burnout kann verschiedene Ursachen haben. Meist spielen bei der Entstehung sowohl persönliche Eigenschaften als auch äußere Umstände eine Rolle.

Zum den persönlichen Eigenschaften können gehören:

  • hohe Ansprüche an sich selbst
  • hohes Bedürfnis nach Wertschätzung und Anerkennung
  • nicht Beachten der eigenen körperlichen und psychischen Grenzen
  • Perfektionismus

Zum anderen können auch die Anforderungen des Arbeitsumfeldes zu einer Überlastung führen:

  • Zeitdruck
  • erforderliche ständige Erreichbarkeit
  • wachsende Verantwortung
  • unsicherer Arbeitsplatz
  • Nacht- und Schichtarbeit
  • fehlende Wertschätzung seitens des Arbeitgebers

Außerdem können privater Druck und hohe Erwartungen von Freunden und Familie zu hohen Belastungen führen und ein Burnout begünstigen.

Bisher gibt es keine einheitliche Definition eines Burnout-Syndroms, mit Hilfe derer eine alleinstehende Diagnose möglich ist. Während insbesondere Laien Schwierigkeiten bei der Abgrenzung von psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen haben, können Ärzte für Psychosomatik oder psychologische Psychotherapeuten dennoch eine Abgrenzung vornehmen.

Die negativen Gefühle beim Burnout beziehen sich in der Regel auf überfordernde Tätigkeiten in einem oder mehreren spezifischen Lebensbereichen. Depressionen hingegen belasten alle Lebensbereiche in ähnlichem Ausmaß.

Jedoch ist hier auch wichtig zu erwähnen: Ein Burnout erhöht die Wahrscheinlichkeit, an Depressionen zu erkranken und sollte daher genauso ernst genommen werden und behandelt werden, wie andere Erkrankungen.

Einige Symptome oder Warnzeichen kommen Dir bekannt vor und Du fragst, Dich, wann Du einen Arzt aufsuchen solltest?

Ganz allgemein lässt sich festhalten: Es ist besser, sich früher Hilfe zu suchen, als später, wenn Dir schon alles über den Kopf gewachsen ist. Wenn Du also unter psychischen oder körperlichen Beschwerden leidest, deren Ursache nicht klar auszumachen ist oder die Du allein nicht einfach in den Griff kriegst, solltest Du Dich professionell beraten lassen.

Wer eine Überlastung und ein Burnout vermeiden möchte, sollte das eigene Stressempfinden und die Lebensführung regelmäßig reflektieren. Denn es ist wichtig, bei all den Verpflichtungen, die der Alltag mit sich bringt, die eigenen Wünsche und Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, sich aber gleichzeitig auch nicht zu sehr unter Druck zu setzen, alle Ziele zu erreichen.

Wer vermehrt unter Stress steht, sollte aktiv mehr Entspannung in sein Leben bringen und den Fokus aus ausreichend guten Schlaf, eine gute Nährstoffversorgung und soziale Kontakte, mit denen offene Kommunikation möglich ist, legen.

Wer bei sich Warnsignale eines Burnouts beobachtet, sollte rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen. Außerdem kann ein offener Umgang mit den eigenen Gefühlen hilfreich sein.

Die Behandlung kann verschiedene Ansätze umfassen, sollte aber immer professionell angeleitet werden. Zum Beispiel gehören zu einer ganzheitlichen Behandlung die medizinische Versorgung körperlicher Beschwerden, das Erlernen von Strategien zur Stressbewältigung, Achtsamkeitstrainings und eine persönliche Beratung in Form eines Coachings oder einer Therapie.

Wer lernt, sich gezielt zu entspannen und im Alltag ausreichend Ausgleich zu schaffen, kann das Stressempfinden nachhaltig reduzieren. Außerdem setzt eine Therapie häufig bei den Ursachen der Stressentstehung an. Wenn zum Beispiel das “nicht nein sagen können” eine Ursache für die Überbelastung ist, ist es entsprechend effektiv, daran zu arbeiten und zu lernen, Grenzen zu setzen.

Ein Burnout kann viele verschiedene Symptome mit sich bringen und ist daher nicht immer direkt zu erkennen. Umso wichtiger ist es, sich mit Warnzeichen auszukennen und nicht nur auf sich, sondern auch auf seine Mitmenschen Acht zu geben.

Eine ausgewogene Lebensführung mit ausreichend Entspannung, Aktivität und sozialen Kontakten bietet eine gute Basis für ein stressarmes Leben und die Vermeidung eines Burnouts. Jedoch kann ein Burnout auch jene Menschen treffen, bei denen es außenstehende nicht vermuten würden, da das Stressempfinden sehr individuell und nicht an äußeren Faktoren messbar ist.

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Quellen

-https://www.schoen-klinik.de/burnout
-https://www.gesundheitsinformation.de/was-ist-ein-burnout-syndrom.html
-https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/psychologie/burnout-so-merken-sie-ob-sie-betroffen-sind/
-https://www.psych.mpg.de/2319598/Burnout_BroschureA5_171024LOW.pdf

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